GLOSSAR



Anspruchsgruppe
Anspruchsgruppen ("Stake holders") sind Gruppen, deren Mitglieder aufgrund ihrer Rolle bestimmte Erwartungen (an das Umfeld (Setting), an die Organisation, an die Durchführung) haben bzw. entsprechende Ansprüche geltend machen.
Zu den Anspruchsgruppen zählen Personen, die
- an der Dienstleistung beteiligt sind (z.B. Mitarbeitende),
- die Dienstleistung beeinflussen (z.B. Partner, Behörden) oder
- selber von der Dienstleistung beeinflusst werden (z.B. KlientInnen)




Art, Dimension und Verbreitung des Problems
Art (z.B. Risikofaktor wie Bewegungsmangel), Dimension und Verbreitung (z.B. Inzidenz und Prävalenz eines Risikofaktors).
Um ein Projekt oder eine Aktivität zu begründen sollte der Bedarf (Fachlich begründeter, in der Regel wissenschaftlich festgestellter Mangel bei bestimmten Bevölkerungsgruppen) aufgezeigt werden.




Bewegungsaktivität
Bewegung, körperliche Aktivität, Sport

Bewegung wird oft als Einzelaktivität, zum Beispiel in Form einer bestimmten Sportart ausgeübt. Entscheidend für die Gesundheitseffekte von körperlicher Aktivität ist aber die Gesamtaktivität während einer bestimmten Zeitperiode. Diese kann sich aus sportlicher Aktivität und anderen Arten der Bewegung zusammensetzen. Oft wird nach der Domäne der körperlichen Aktivität unterschieden:
Körperliche Aktivität im und ums Haus, bei der Fortbewegung, bei der Arbeit oder in der Freizeit.

Speziell wird die gesundheitswirksame Bewegungsaktivität hervorgehoben:
Gesundheitswirksam ist jede Form körperlicher Aktivität, welche die Gesundheit verbessert und dabei möglichst wenig unerwünschte Nebeneffekte hat. Charakterisiert wird gesundheitswirksame Bewegung durch deren Häufigkeit, Dauer und Intensität.

Gesundheitswirksame Bewegung heisst auf Englisch: Health Enhancing Physical Activity (HEPA)



Chancengleichheit
Chancengleichheit im Bezug auf Gesundheit bedeutet, dass ein fairer und gerechter Zugang zu Ressourcen für Gesundheit dazu beiträgt, dass alle Menschen, unabhängig von Ethnie, sozio-ökonomischem Status, Alter oder Geschlecht, die gleichen Möglichkeiten haben, ihre Gesundheit zu entwickeln und zu erhalten.



Dateitypen
Sie können folgende Dateitypen hochladen:
.csv (Character Separated Values, Tabellen)
.xls (Microsoft Excel, Tabellen und Grafiken)
.txt (Text)
.doc (Microsoft Word, Textverarbeitung)
.gif, .jpg, .png (Grafik-Formate, Bilder)
.pdf (Adobe Acrobat)
.pps, .ppt (Microsoft Power-Point, Präsentationen)



Dauerhaftes Angebot
Bei einem dauerhaften Angebot handelt es sich z.B. um eine etablierte Dienstleistung, eine Aus- oder Weiterbildung, etc.
Ein dauerhaftes Angebot ist im Gegensatz zu einem Projekt (im engeren Sinne) zeitlich nicht begrenzt.



Determinanten
Unser Sport- und Bewegungsverhalten wird durch verschiedene Einflussfaktoren (Determinanten) geprägt. Einige dieser Faktoren sind uns gegeben und nicht direkt veränderbar wie beispielweise Vererbung, Alter, Geschlecht, kultureller Hintergrund oder Behinderungen.
Andere hingegen können durch geeignete Massnahmen der Sport- und Bewegungsförderung so beeinflusst werden, dass sich in der Folge unser Verhalten ändert und wir uns mehr bewegen respektive mehr Sport treiben.


Zu den veränderbaren Einflussfaktoren gehören:

Personale Faktoren
• Einstellungen und Werte (z. B. Motivation, Selbstvertrauen, "Stolpersteine")
• Positive Erwartungen (z. B. sich durch Sport und Bewegung besser fühlen, soziale Kontakte pflegen, die Natur erleben)
• Fähigkeiten und Fertigkeiten (z. B. Fahrrad fahren, sportartspezifische Fertigkeiten)

Soziales Umfeld
• Familiäres Umfeld (Familie oder enge Betreuungspersonen wie Tageseltern, Pflegende)
• Erweitertes soziales Umfeld (z. B. Freundeskreis, Arbeitskollegen, Vorgesetzte, Peer Group)
• Strukturierte Angebote (z. B. solche von Krippe, Kindergarten oder Schule, vom Arbeitgeber, von Vereinen oder kommerziellen Anbietern)

Physisches Umfeld
Im näheren oder weiteren Umfeld sollten verschiedenste Sportanlagen und Bewegungsräume für jedes Alter vorhanden sein. Dazu gehören:
• Das nahe Wohnumfeld (z. B. Wohnung, Überbauung, Garten, Hinterhof)
• Spielplätze
• Sportanlagen (z. B. Turnhallen, Schwimmbäder, Tennisplätze)
• Grünanlagen (z. B. Parks, Plätze, Promenaden)
• Naturräume (z. B. Feld, Wald, Gewässer, Gebirge)
• Öffentliche Gebäude (z. B. Schulhäuser, Gebäude mit Arbeitsplätzen)
• Wegnetze für Fussgänger und Velofahrerinnen für Sport und Bewegung in der Freizeit oder um im Alltag von A nach B zu gelangen.




Ebene
Ebene der Veränderung. Veränderbare Faktoren sind einerseits persönlichkeitsspezifische Faktoren (Ebene Individuum) sowie solche aus dem sozialen und physischen Umfeld (Ebene Verhältnisse).


Einflussfaktoren auf das Bewegungsverhalten:
Das Bewegungsverhalten wird beeinflusst von Faktoren, die nicht verändert werden können (Vererbung, Alter, Geschlecht), und solchen, die veränderbar sind. Dazu gehören persönlichkeitsspezifische Faktoren sowie solche aus dem sozialen und physischen Umfeld.



Ebene der Verhältnisse
Veränderbare Faktoren aus dem sozialen und physischen Umfeld, welche einen Einfluss auf das Bewegungs- oder Essverhalten haben.
(siehe auch Ebene)

Soziales:
Vorbilder in der Familie und die Unterstützung der Verwandten wirken sich positiv auf das Bewegungs- und Essverhalten aus. Auch der Freundeskreis, die so genannte «Peer Group», oder Angebote des Arbeitgebers können das Verhalten beeinflussen. Zudem sind Anzahl und Art der Angebote des organisierten Sports entscheidend für das Bewegungsverhalten - solche in Vereinen, bei privaten Anbietern oder im Turnunterricht in der Schule.

Umgebung:
An vielen Orten entstanden in den letzten Jahrzehnten Siedlungsstrukturen mit einem Wohnund Arbeitsumfeld, in dem Bewegung im Alltag wenig attraktiv oder kaum mehr möglich ist. Eng gekoppelt an die Siedlungsentwicklung ist die Transportinfrastruktur (für motorisierten Individualverkehr, öffentlichen Verkehr, Fuss- und Veloverkehr). Diese nimmt ebenfalls direkt Einfluss auf unser Bewegungsverhalten. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Zugang zu natürlichen oder gebauten Anlagen für Freizeit und Sport und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln.



Ebene Individuum
Persönlichkeitsspezifische Faktoren, welche einen Einfluss auf das Verhalten einer Person haben.
(siehe auch Ebene)

Die persönliche Einstellung und die Motivation gegenüber dem Thema Bewegung oder Ernährung prägen das Bewegungs- oder Essverhalten einer Person.
Wichtig sind aber auch positive oder negative Erwartungen oder
entsprechende Fähigkeiten und Fertigkeiten.



Eigenbewertung
Bewertung des eigenen Projekts oder Angebots mittels eines Fragebogens (z. B. Europäisches Qualitätsinstrument in der Gesundheitsförderung EQUIHP) und automatischer Rückmeldung.
Diese Selbst-Analyse dient dazu, den eigenen Projektplan, das Vorgehen oder die Evaluation zu hinterfragen und zu sehen, ob Lücken bestehen, ob an alles gedacht wurde.

EQUIHP ist eine Art Checkliste zur Optimierung der Qualität eines Gesundheitsförderungs-Projektes. COMPI liefert auf Grund der Eigenbeurteilung Empfehlungen und Hilfestellungen zu Ihrem Projekt.
Die Checkliste EQUIHP ist weniger geeignet für klinische Studien, Infrastruktur-Interventionen oder Netzwerkbildung.

Die Selbstevaluation ist ein Set von 6 Fragen, welches im Rahmen des Projekts "Seed Money" am Bundesamt für Sport entwickelt wurde.




Empirie
Von Empirie (v. griech.: εμπειρία empeiría = die Erfahrung) lässt sich im eigentlichen Sinn nur bei auf wissenschaftlichem, d.h. methodischem Weg gewonnenen Erfahrungen und den daraus resultierenden Erkenntnissen sprechen.
Empirische Evidenz (Tatsachen) oder empirischer Nachweis bezeichnet also ein Wissen, das durch die Analyse objektiver Daten abgeleitet wurde, die durch formale Beobachtung oder experimentelle Verfahren erhalten wurden.



Empowerment
Befähigung zu selbst bestimmtem Handeln, das heisst bessere Kontrolle über Entscheidungen und Handlungen, sowie erweiterte Gestaltungsmöglichkeiten der eigenen Lebenswelt und der Bedingungen, welche die Gesundheit beeinflussen.



Erfahrung
Hier sind im Projektverlauf gesammelte Erfahrungen gemeint, die im Gegensatz zur Evaluation nicht formell festgehalten wurden oder in einem Projektbericht diskutiert werden.
Diese Erfahrungen und Einschätzungen sind wertvolle Hinweise auf die Art und Weise, wie Projekte erfolgreich sein könnten.



Erfahrungsberichte
Schriftliche Berichte über ein Projekt oder ein Angebot, aus dem hervorgeht, was die wesentlichen Erfahrungen - positive sowie negative und unerwartete - waren und wie damit umgegangen wird.
Versuchen Sie, folgende Fragen zu beantworten:
- Welche drei Dingen/Sachen funktionierten in Ihre Aktivität am besten?
- Welche drei Dingen/Sachen möchten Sie, falls Sie das Programm wiederholen würden, verändern?
- Welche war die wichtigste Rückmeldung der Teilnehmer?



Ergebnisevaluation
Die Ergebnisevaluation fasst die Wirkungen eines Projekts zusammen und bewertet die Ergebnisse der durchgeführten Massnahmen. Sie versucht Fragen zu beantworten wie: Haben wir unsere Projektziele erreicht? Welche sichtbaren Wirkungen hat das Projekt? Sind das die erwarteten Ergebnisse? Soll das Projekt weitergeführt werden? Wie ist das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen? Mit einer Ergebnisevaluation wird gegenüber den verschiedenen Beteiligten und Betroffenen Rechenschaft abgelegt.
Dieser Evaluationstyp wird gegen Ende des Projekts durchgeführt, bedingt aber, dass bereits in den Planungsphasen die zu evaluierenden Fragen und die zu erhebenden Daten bestimmt wurden.



Ernährung

Ausgewogene Ernährung nach den Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung SGE



Evaluation
Systematische Sammlung und Analyse von nicht routinemässig verfügbaren Informationen über verschiedene Aspekte eines Projekts, einer Intervention, und deren kritische Beurteilung.

Unterschieden wird häufig zwischen summativer Evaluation (Beurteilung der Wirksamkeit einer Intervention) und formativer Evaluation (Erstellen von Zwischenergebnissen zur Optimierung der Durchführung, auch Prozessevaluation).
Ebenfalls unterschieden wird zwischen quantitativer und qualitativer Datenerhebungs- und Auswertungsverfahren. Quantitative Methoden basieren auf einer numerischen Erfassung und Auswertung (Auszählen, Messen). Bei qualitativer Methodik geht es um die Analyse von Daten, die nicht numerisch, sondern als Text vorliegen. Die meisten Erhebungsmethoden können sowohl quantitativ als auch qualitativ genutzt werden, je nach dem Grad ihrer Standardisierung.

Nachfolgende Tabelle kann als Entscheidungshilfe für die Auswahl der Erhebungsmethode dienen:


Auswahl von Methoden und Erhebungsinstrumenten:
Die Auswahl der Erhebungsinstrumente hängt von verschiedenen Faktoren ab, u.a. von den zu befragenden Personen, den zur Verfügung stehenden Ressourcen, dem vorhandenen Know-how und dem Inhalt und Setting der Evaluation



Evaluationsdokumente
Evaluationsberichte, externe Evaluationen, Abschlussberichte mit (Selbst-)Evaluationen, etc.



Fremdbewertung
Beurteilung des Projekts oder des Angebots durch eine Fachperson.
Anhand verschiedener Instrumente (z.B. Europäisches Qualitätsinstrument in der Gesundheitsförderung [EQUIHP = European Quality Instrument for Health Promotion]) können die Qualität beurteilt werden, Standards gesetzt werden und Evidenz aus der Praxis gewonnen werden.



Gesundheitsdeterminanten
Einflussfaktoren auf die Gesundheit.



Gesundheitsfoerderungssatz
Eine umfassende Gesundheitsförderung umfasst fünf Handlungsebenen:
- Die Entwicklung persönlicher Kompetenzen
- Die Unterstützung gesundheitsbezogener Gemeinschaftsaktionen
- Die Schaffung gesundheitsfördernder Lebenswelten
- Die Neuorientierung der Gesundheitsdienste
- Die Entwicklung einer gesundheitsfördernden Gesamtpolitik



Gesundheitsförderung
Befähigung von Individuen, Gruppen und Organisationen die Bedingungen ihrer Gesundheit mittels Veränderung der Lebensstile und Gestaltung der Lebensbedingungen zu verbessern. Gesundheitsförderung schliesst nicht nur Handlungen und Aktivitäten ein, die auf die Stärkung der Kenntnisse und Fähigkeiten von Individuen gerichtet sind, sondern auch solche, die darauf abzielen, soziale, ökonomische sowie Lebensbedingungen derart zu verändern, dass diese positiv auf die individuelle und bevölkerungsbezogene Gesundheit wirken.



Hauptzielgruppe
Die Zielgruppe, bei der letztendlich die Wirkung erzielt werden soll.
Z.B. sind bei einem Weiterbildungsangebot für gesunde Ernährung bei Lehrkräften die Hauptzielgruppe wahrscheinlich die Kinder oder Jugendlichen, auch wenn sich das Projekt direkt nur an die Lehrkräfte (Vermittler) richtet.



Herkunft
Familiäre Herkunft.
Bitte geben Sie die Herkunft eines massgeblichen Teils der Zielgruppe an.



Indikator (lat. indicare „anzeigen“)
Indikatoren bezeichnen:
- die Beurteilungsdimensionen der Zielerreichung
- die Höhe des Anspruchsniveaus, ab welchem man von einem Erfolg sprechen möchte

Oft lässt die Zielformulierung allein noch keine Beurteilung der Zielerreichung zu. Es müssen ein oder mehrere Indikatoren für die Zielerreichung (den Erfolg) bestimmt und formuliert werden.

Die Bestimmung von Indikatoren ist stark mit der Wahl der Evaluationsmethoden gekoppelt.



Institutionsart
Einteilung der Institutionen nach Form und Handlungsebene.

Die Institutionen sind in zwei grosse Gruppen unterteilt: Öffentliche Hand und Private.
Die Institutionen agieren auf verschiedenen Ebenen (Bund - Kanton - Gemeinde für politische Institutionen, national - regional - lokal für Private). Diese Ebenen können verschiedene Rollen wahrnehmen: Sie können vorbereiten (initiieren, planen, koordinieren), ausbilden, durchführen oder unterstützen (mit Expertise, finanziell, in der Kommunikation, mit Sachleistungen oder Arbeitskraft)



Intervention
Eingreifen (in Form eines Projekts, einer Aktivität oder einer Gruppe koordinierter Aktivitäten) in einem bestimmten Umfeld.
Z.B. Kurse, Kampagnen, Umgebungsgestaltung, Beratung und Betreuung, etc.



Interventionsmethode
Methode zur Zielerreichung.
Z.B. Beratungsangebot per Telefon, Informations-Website, zusätzliche Bewegungsstunden pro Woche, etc.



kausale Zuweisung der Wirkung
Ursächliches Zuweisen einer gemessenen Wirkung an die Intervention.
Wirkungen können oft irrtümlich der Intervention zugeschrieben werden. Deswegen muss die Evaluation die möglichen Irrtümer berücksichtigen:
- systemische Irrtümer (bias)
- störende Irrtümer (confounders)
- ökologische Irrümer
- Messfehler
- Screeningirrtum
- Leseirrtum
- Auswahlfehler
- Null-Zeit-Fehler
- Beobachtungsfehler
(nach Rossboth, D., Gay, J und Lin, V. (2007). Einführung in Evidence Based Medicine. Wissenschaftstheorie, EBM und Public Health. Wien: facultas.wuv)



Kosten-Nutzen-Relation
Die Kosten-Nutzen-Relation bestimmt, ob das Ergebnis (der Nutzen) einer Aktion deren Aufwand (die Kosten) rechtfertigt.
Die Kosten-Nutzen-Analyse untersucht, ob sich das Erreichen des Ziels überhaupt lohnt. Die Kosten-Wirksamkeits- und die Kosten-Minimierungs-Analysen setzen das Erreichen eines bestimmten Ziels als notwendig voraus und suchen nach dem günstigsten Weg.



Lehrmittel
Unterlagen, Lehrbücher, Unterrichtsmaterial, Multimediale Pakete oder Websites, die Sie zur Planung, Durchführung oder Argumentation verwenden.



Miteinbezugsgruppen
Gruppen oder Personen, welche in die Planung und Durchführung des Projekts einbezogen wurden (z.B. zur Bedüfnisanalyse, zur Planung der Intervention, etc.)



Projektart
Art der Aktivität(en) als grobe Einteilung in:
- Forschung
- Intervention (Eingreifen in eine Situation, in ein System), Wissensvermittlung und -verbreitung
- Netzwerk-Bildung und -Betreuung




Projektbeschreibung
Beschreiben Sie möglichst konkret, wie sie die Ziele erreichen möchten, damit möglichst alle verstehen, was Sie vorhaben oder gemacht haben:
- Was ist Ihre Ausgangslage (Voraussetzungen)?
- Auf welchen theoretischen Erkenntnissen basiert ihr Projekt (Studien, Theoretische Modelle, z. B. social learning theory oder TTM)?
- Wie gehen Sie vor (Massnahmen, Methoden)?
- Welches Projekt hat ihnen als Vorbild gedient?
- Wie sieht Ihr Projekt im Detail aus (z. B. Anzahl Ausbildungsstunden, Inhalt der Lektionen, etc.)

Falls Sie einen Projektbeschrieb in elektronischer Form haben, können Sie diesen unter "Dateien" auf COMPI hochladen.
Bitte versuchen Sie, die einzelnen Punkte auch in englischer Sprache zu notieren. Hilfe bei der Übersetzung bieten z.B. google oder babelfish an.
Die Projektbeschreibung ist der wichtigste Punkt in dieser Datenbank. Er erscheint auch in der Projektliste.



Projekte
Gemeint sind hier sowohl zeitlich begrenzte und auf ein bestimmtes Ziel gerichtete Vorhaben wie z.B. ein Pilot-Projekt, als auch längerfristige Vorhaben ohne geplante zeitliche Begrenzung, z.B. gesundheitsförderliche Aktionen und Programme (z. B. an Schulen oder in Gemeinden), Weiterbildungsangebote, Internetangebote, Kampagnen, etc.



Prozessevaluation
Die Prozessevaluation konzentriert sich auf die Umsetzung der Massnahmen und den Verlauf des Projekts. Zu beantwortende Fragen können sein: Wie werden die geplanten Massnahmen durchgeführt? Welche Massnahmen des Projekts funktionieren gut? Weshalb? Welche Personen nehmen an den Massnahmen teil? Wie viele? Treten unerwünschte Wirkungen auf? Eine Prozessevaluation kann direkt der Steuerung des Projekts dienen und liefert wichtige Informationen zur Interpretation der Ergebnisse und der Beurteilung des ganzen Projekts. Meist wird die Prozessevaluation während der Durchführung des Projekts gemacht, sie kann aber auch erst nach dem Ende des Projekts stattfinden.



Regionen
Grössere Gebiete, welche politisch nicht unbedingt zusammengehören oder z.T. ausserhalb der Schweiz liegen.
Z.B. Bundesländer, Region Bodensee, etc.



Reichweite
Ausdehnung des Projekts, Verbreitung der erreichten Zielgruppe.
- lokal (z.B. in einem Schulhaus, im Quartier)
- kommunal (z.B. in einer Gemeinde)
- regional (z.B. in mehreren Gemeinden, Städten oder Schulen)
- kantonal (in einem ganzen Kanton oder in mehreren ganzen Kantonen)
- national (im ganzen Land, alle Sprachregionen, etc.)



Risikoverhalten
Verhalten eines Individuums oder von Gruppen, welches mit dem Auftreten einer Krankheit verbunden wird.
Z.B. ist Bewegungsmangel verbunden mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.



Sozioökonomische Merkmale
Merkmale, welche auf einen sozialen Status hinweisen.
Eine Zuordnung zu einer sozialen Schicht kann beispielsweise über das Einkommen, Abstammung und Bildungsniveau gemacht werden.
Gruppen aus tiefen soioökonomischen Schichten haben z.B. ein tiefes Einkommen, tiefe Bildung und sind Fremdsprachig.

Bitte geben Sie nur Merkmale an, die ein beträchtlicher Anteil der erreichten Personen auszeichnet.



Sprachen
Sprache oder Sprachen, in denen das Projekt geplant und durchgeführt wurde und in die z.B. Unterlagen oder Informationen übersetzt wurden.



Umfeld
Ort oder soziales Umfeld, in dem das Projekt umgesetzt wird oder werden soll.
Unter "Umfeld" verstehen wir sowohl das "Setting" (also die sozialen Lebenswelten, Systeme), als auch ein genauerer Beschrieb eines Handlungsortes innerhalb eines Settings.

Folgende Umfelder stehen zur Auswahl (Es können auch mehrere angegeben werden):
- Arbeitsplatz
- Arztpraxis, Spital
- Familie, Haushalt (z.B. auch an schulfreien Tagen und als Ort für Hausaufgaben)
- Freizeit oder Verein
- Gemeinde: Angebote (öffentliche Angebote der Gemeinde, des Kantons)
- Gemeinde: Infrastruktur (öffentliche Wege, Spielplätze, Wald)
- Internet-Communities (Plattformen, virtuelle Guppen)
- Krippen, Spielgruppen
- Schule und/oder Kindergarten:
* Bewegter Unterricht
* Fächerübergreifender Unterricht (z.B. Interdisziplinärer Projektunterricht mit Bewegungselementen: Physik/Sport: Geschwindigkeiten messen; Biologie/Sport: Sinnesorgane; Mathe/Sport: Schiefer Wurf und Quadratfunktionen)
* Freiwilliger Schulsport
* Schulanlässe (z.B. Schulreisen, Projektwochen, Sporttage, Schullager)
* Sportunterricht (obligatorischer Sportunterricht)
* Unterrichtsfreie Zeit (diejenige Zeit, in welcher kein Unterricht statt findet, die Schüler/-innen aber die Möglichkeit haben, sich zu bewegen, z.B. Pausen, Mittag, in Tagesschulen)
- Schulweg, Arbeitsweg
- Wohn-Umgebung (Private Umgebung, z.B. Garten)

Ein Modell der bewegten Schule verdeutlicht die Kategorisierung der Umfelder:
{Konzeption_bewegte_schule.pdf}



Umweltfaktor
Faktor in der Umwelt eines Individuums, welcher mit dem Auftreten einer Krankheit verbunden wird.
Z.B. können bestimmte Stoffe in der Ernährung (Umwelt) zu Gesundheitsschäden führen.



Weiterführung
Wird das Projekt nach Ablauf der Projektzeit weitergeführt werden?
Gibt es ein Nachfolgeprojekt, wer führt es weiter, in welcher Form (z.B. als Programm, als festes Angebot, integriert in ein anderes Angebot)?

Falls das Projekt nicht weitergeführt wird, schreiben Sie bitte unter "Erfahrungsbericht", weshalb Sie es nicht weiterführen.



Wirkungsbezogene Kriterien
Wirkungsbezogene Kriterien bezeichnen Soll-Zustände zu einem bestimmten Zeitpunkt (Projektende).
Gute Projektziele beziehen sich nicht auf Tätigkeiten, sondern auf Wirkungen. Sie lassen damit offen, mit welchen Strategien und Massnahmen diese Veränderungen erreicht werden sollen und können.




Zielbeschreibung
Welches Ziel möchten Sie mit dem Projekt, der Kampagne oder dem Angebot erreichen?
Bitte beschreiben Sie die Vision und das Ziel so konkret wie möglich:
- die Zielgruppe und die Faktoren, die sich ändern müssen,
- die Grössenordnung der Wirkung,
- Zahlen, die erreicht werden sollen,
- die zur Verfügung stehende Zeit,
- die finanziellen und personellen Mittel.

Falls Sie eine Projektbeschreibung mit SMART-Zielen und Indikatoren erarbeitet haben, können Sie diese unter "Dateien" hochladen.



Zielgruppenzugänge
Art und Weise, wie die Zielgruppen erreicht werden sollen, um das Projektziel zu erreichen. Folgende Zugänge stehen zur Verfügung:
- Aus- oder Weiterbildungsangebot für Vermittler: Diese tragen das Wissen, die Botschaft, die Aktivität an die Hauptzielgruppe heran.
- Beratung und Betreuung von Einzelpersonen oder Gruppen: Angebote für eine schriftliche oder mündliche Beratung, oder eine Betreuung der Zielgruppe (z.B. eine Trainingsbegleitung, ein gemeinsamer Einkauf, etc.)
- Events: z.B. Veranstaltungstage, Aktionswochen, Themen-Workshops, etc.
- Internet: Bereitstellen von Informationen oder interaktiven Inhalten auf einer Internetseite.
- Kampagne
- öffentliche Veranstaltungen, Vorträge, Kongresse, Ausstellungen
- Publikation von Unterlagen: Verfassen von Informationszusammenfassungen, Flyern, Lehrunterlagen, etc.
- Strukturierte Angebote: z.B. Training im Sportverein, Kurse
- Umgebungsgestaltung: Veränderung der (Wohn-, Schul-, Arbeits-)Umgebung zur Verbesserung der Lebensqualität. Z.B. Errichten von Begegnungszonen, Spielplätzen, Velowegen, Skaterparks zur unstrukturierten Nutzung.
- Wissenschaftliche Untersuchungen: Z.B. Interventionsstudie, Monitoring oder Evaluationen



Zielkategorie
Eine verallgemeinerte Zielbeschreibung. Folgende Kategorien stehen zur Auswahl (es können auch mehrere gewählt werden):
- Bewegungsförderung (allgemein)
- Förderung sozialer Integration durch Sport
- Gegen sexuelle Übergriffe im Sport
- Gemeindeentwicklung
- Reduktion von Körperfett (bei Übergewichtigen und Adipösen)
- Sensibilisierung (Erhöhung der Aufmerksamkeit für ein Thema)
- Verbreitung von Wissen
- Wissenserweiterung (Forschung und Entwicklung)
- Wohnqualitätserhöhung